Wormser Imkertage 2026 begeistern mehr als 1.000 Gäste
Ehrenamtliche Bieneninteressierte des Jugendhandwerkerdorfs und Imker aus der Wormser Umgebung hatten am vergangenen Wochenende auf dem Gelände des Erlebnsigartens im Rahmen der Imkertage spannende Mitmachstationen und interessante Geschichten rund um Bienen, Wespen und ihre Schwestern präsentiert. Ohne die Arbeit der unzähligen Kleinimker gäbe es kaum genügend Honigbienen.
Nicht zu unterschätzen ist nämlich die enorme Bestäubungsleistung – sowohl unserer Honigbienen, als auch die der Hummeln und knapp 600 anderer Wildbienenarten, ohne die der Fruchtertrag in Obst-, Garten- und Landwirtschaft deutlich geringer wäre. Bienen bestäuben etwa 80 % der Blütenpflanzen in unseren Breiten.
Die Wormser Bürgermeisterin Stephanie Lohr persönlich hatte die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen und unterstrich damit die Bedeutung der Bienen und der ehrenamtlichen Arbeit der Imkerinnen und Imker für Natur und Gesellschaft.
Familien wurden mit einer Stationenkarte versorgt und konnte damit verschiedenste Informations- und Aktionsstellen durchlaufen. Viele Kinder konnten beispielsweise ihre erste Bienenwachskerze selbst rollen, bei verschiedenen Basteleien kreativ werden, ein kleines Wildbienenhotel bauen, in der umfangreichen Literatur für verschiedenste Altersgruppen blättern, Präparate von Wespen- und Hornissennestern bestaunen, an Infotafeln des Umweltbildungszentrums auf dem Kühkopf viele Detaileinblicke gewinnen oder bei einem Bienenleben-Spiel die Aufgaben einer Honigbiene vom Schlupf bis zum Tod kennenlernen.
Dank der zahlreichen Mitmachstationen und den eröffneten spannenden Einblicken in die Welt der Bienen waren die diesjährigen Imkertage wieder ein voller Erfolg. An beiden Tagen konnten Interessierte erleben, wie vielseitig die Arbeit von Imkerinnen und Imkern ist. Sie präsentierten nicht nur ihre Arbeit an den Bienenvölkern, sondern beantworteten auch zahlreiche Fragen rund um Honigbienen, Wildbienen, Hornissen und andere nützliche Insekten.
Besonders die jungen Gäste kamen auf ihre Kosten: Im Gebäude der Bienenschule konnten sie Honigwaben entdeckeln, schleudern und den gewonnenen Honig anschließend in kleine Gläser abfüllen – eine Erinnerung, die viele mit nach Hause nahmen – oder gleich auslöffelten.
Neben den Mitmachaktionen boten einige Imker ihre Honige sowie verschiedene Honigprodukte an. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, die unterschiedlichen Sorten zu probieren. Groß und Klein konnten feststellen, dass Honig jedes Jahr unterschiedlich schmeckt, je nachdem, wo die Bienen zum Sammeln hingeflogen sind. Ein hochwertiges unverfälschtes Naturprodukt, das die Blütenfülle von Frühjahr und Sommer einfängt. Auch der Honigwein, besser bekannt als Met, fand regen Zuspruch. Überhaupt, der Besucherandrang war beeindruckend: Insgesamt konnten die Veranstalter mehr als 1.000 Gäste begrüßen. Die großzügigen Spenden zeigten, wie gut die Veranstaltung bei Jung und Alt angekommen ist.
Nach diesem erfolgreichen Wochenende steht für die Veranstalter bereits fest: Die Wormser Imkertage werden auch im kommenden Jahr wieder stattfinden. Dann heißt es erneut: Entdecken, mitmachen und staunen – rund um die faszinierende Welt der Bienen.
Ulrike Kühnle